Bei der Auswahl einer Kommunikations-App achten die meisten von uns auf die Geschwindigkeit, das Design oder die einfache Tatsache, dass unsere Freunde sie benutzen. Aber nur wenige fragen, wie viele Daten die App über uns sammelt. V ein aktueller Artikel über sichere Kommunikatoren Ich habe über Verschlüsselung gesprochen, Metadaten und die Architektur der einzelnen Boten. Surfshark bringt nun konkrete Zahlen: eine Studie, die vergleicht, wie viele Datentypen jede App tatsächlich sammelt und wofür sie diese verwendet.
Durchführung und Methodik der Studie
Die Forscher untersuchten einen Abschnitt Privatsphäre Details v Apfel App Store, wo die Entwickler angeben, welche Daten ihre App sammelt. Insgesamt wurden 35 verschiedene Datentypen ausgewertet, die vom genauen Standort über Finanz- und Kontaktinformationen bis hin zum Suchverlauf reichen. Die untersuchten Apps waren Messenger, LINE, WeChat und Viber, WhatsApp, QQ, Diskord, Telegram, iMessage und Signal.
Gesamtpunktzahl Privatsphäre berücksichtigt fünf Faktoren: die Art der Verschlüsselung, die Anzahl der erfassten Datentypen, das Tracking zu Werbezwecken, die Verwendung von Daten über die Grundfunktionen der App hinaus und das Vorhandensein von KI-Funktionen.
Was Apps sammeln
Die durchschnittliche Anwendung sammelt 17 von 35 Datentypen. Vier Anwendungen liegen deutlich über diesem Durchschnitt:
- Bote (Meta) - 32 von 35 Datenarten, von denen 30 direkt mit dem Nutzerprofil verknüpft sind und für Werbung oder Personalisierung verwendet werden
- LINE - 26 Datentypen, von denen 21 mit Benutzern verknüpft sind
- WeChat - 22 Datentypen
- Viber - 18 Datentypen
Auf der anderen Seite steht Signal, das der Erklärung zufolge eine einzige Datenart - eine Telefonnummer - ausschließlich zur Kontoverifizierung sammelt. Dem App Store zufolge verwenden weder Signal noch Telegram die gesammelten Daten zu einem anderen Zweck als zur Gewährleistung der Funktionalität der App.
Verschlüsselung ist nicht genug
Neun von zehn untersuchten Apps bieten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Ausnahme ist Discord, das keine Verschlüsselung von Textnachrichten bietet. Laut der Studie gehen Signal und iMessage sogar noch weiter, indem sie quantenresistente kryptografische Elemente implementieren.
Aber iMessage hat eine wichtige Einschränkung: Die vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktioniert nur zwischen Apple-Geräten. Die Kommunikation mit Android-Geräten hat nicht das gleiche Schutzniveau, und in der Praxis hängt es davon ab, welcher Übertragungsstandard verwendet wird.
KI als neues Risiko
Die Studie weist auch auf einen neuen Risikofaktor hin. Neun von zehn untersuchten Apps enthalten inzwischen KI-Funktionen - wie KI-Assistenten, Übersetzungen oder Gesprächszusammenfassungen. In einem verwandten Papier warnen Forscher der NYU und Cornell, dass KI-Funktionen in Ende-zu-Ende-verschlüsselten Apps große Sicherheitsprobleme aufwerfen. Wenn KI den Inhalt privater Nachrichten bearbeitet, wird das Prinzip der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung effektiv geschwächt: Der Inhalt ist nicht mehr nur für den Absender und den Empfänger sichtbar, sondern potenziell auch für den nächsten Bearbeiter.
Signal an erster Stelle
Signal erreichte eine Gesamtbewertung von 0,99 von 1 Punkten und belegte damit den ersten Platz. Minimale Datenerfassung, kein Tracking für Werbung, quantenresistente Verschlüsselung und das Fehlen von KI-Funktionen machen es zur strengsten Wahl in Bezug auf den Datenschutz.
Paradoxerweise ist Signal in letzter Zeit zum Ziel von Phishing-Kampagnen geworden, auf die sowohl das FBI als auch die CISA aufmerksam geworden sind. Technische Sicherheit allein hilft nicht, wenn ein Nutzer dem Social Engineering erliegt. Ein kompromittiertes Konto kann Angreifern den Zugang zu Nachrichten, Kontakten und anderen Phishing-Angriffen eröffnen.
Am anderen Ende der Skala hatte LINE die niedrigste Punktzahl, gefolgt von Discord, Viber und Messenger, die alle unter dem Durchschnittswert von 0,52 lagen.
Was man davon mitnehmen kann
Die Ergebnisse von Surfshark zeigen, dass die Wahl der Kommunikationsanwendung eine direkte Entscheidung über die Menge der persönlichen Daten darstellt, die an kommerzielle Plattformen übermittelt werden. Wenn der Datenschutz für Sie Priorität hat, ist Signal die überzeugendste Wahl. Wenn Sie WhatsApp oder Messenger aus praktischen Gründen nutzen, ist es gut zu wissen, was der Preis für ihre „Freizügigkeit“ ist - und zumindest das, was Sie dort teilen, entsprechend anzupassen.
Eine detaillierte Beschreibung der Verschlüsselung, der Metadaten und der Architektur der einzelnen Messenger finden Sie unter ein früherer Artikel in diesem Blog.
Quelle: Surfshark Research - Messaging-Apps, die sich für Ihre Privatsphäre einsetzen (2025)
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Der Autor steht in keiner geschäftlichen Beziehung zu Surfshark oder einem der genannten Dienstleister.